Files
BiasFandClaude Opus 5 5fec4a55dd Kühlbox nur verbinden, während man sie ansieht
Jede Verbindung meldet sich am Display der Box an – sie piept, und wer
gerade davorsteht, wird gestört. Dauerhaft verbunden zu sein ist dort
also nicht unsichtbar wie beim BMS, sondern lästig.

Die Kühlbox wird deshalb nur noch verbunden, solange ihre Ansicht offen
ist: am iPhone über die Detailansicht, an der Uhr über einen eigenen
Befehl, den sie beim Öffnen und Schliessen schickt. Ein Stellbefehl geht
weiterhin immer durch – ist die Box nicht verbunden, wird er gemerkt und
löst den Verbindungsaufbau aus.

Abgeriegelt sind alle drei Wege, über die bisher verbunden wurde: beim
Start, im Takt des Wiederverbindens, und – das war das eigentliche Loch –
sobald das Gerät in den Werbedaten auftaucht. Da die App dauerhaft
scannt, hätte allein dieser Weg die Box weiter angefunkt. Dass sie in
Reichweite ist, ist kein Grund, sie anzufassen.

Auf der Übersicht steht dafür der zuletzt gestellte Stand statt der
Messwerte: Sollwert, Ein/Aus, Eco oder Max, dazu wann er gestellt wurde.
Das bleibt richtig, auch wenn es von gestern ist – ein Sollwert ändert
sich nur, wenn jemand ihn ändert. Eine Innentemperatur von gestern sähe
dagegen aus wie eine von jetzt, und man würde ihr glauben. Genau das
sichern die neuen Prüfungen ab: Hauptwert ist der Sollwert, gemessene
Temperatur und Bordspannung kommen nicht vor.

Der Stand liegt in den Einstellungen (FridgeSettings) mit einem
Zeitstempel, der „zuletzt geändert" bedeutet und nicht „zuletzt gesehen" –
sonst behauptete die Kachel Frische, wo sich nichts getan hat. Die Uhr
bekommt dasselbe Bild: WatchFridge trägt jetzt ein Kennzeichen isLive.

BMS und Neigungsmesser bleiben dauerhaft verbunden. Sie stören nicht, und
ihre Werte will man laufend sehen.

Nicht nachgezogen ist die Android-App – dort verbindet der
BluetoothManager weiterhin dauerhaft.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-31 22:00:10 +02:00

495 lines
25 KiB
Markdown
Raw Permalink Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# VanControl Pro
iOS-App, die per Bluetooth LE die Energieanlage im Wohnmobil ausliest:
| Gerät | Weg | Was ankommt |
|---|---|---|
| Victron Ladebooster (Orion-TR Smart / Orion XS) | Instant Readout im Advertisement | Ein-/Ausgangsspannung, beim XS auch Ströme und Ladeleistung, Zustand, Abschaltgrund |
| Victron Solarladeregler (SmartSolar MPPT) | Instant Readout im Advertisement | PV-Leistung, Batteriespannung, Ladestrom, Tagesertrag, Laststrom, Ladezustand (Bulk/Absorption/Float) |
| Batterie-BMS (Bulltron/Daly, WattCycle) | GATT-Verbindung, alle 5 s abgefragt | SoC, Spannung, Strom, Restkapazität, alle Einzelzellspannungen, Zelldifferenz, Temperaturen, Zyklen, MOSFET-Status |
| Kompressor-Kühlbox (Alpicool und Baugleiche) | GATT-Verbindung, lesen **und** stellen | Ist- und Solltemperatur je Zone, Betriebsart, Kompressorstatus, Bordspannung, Batterieanzeige |
| Neigungsmesser (VanAlign Pro) | GATT-Verbindung | Längs- und Querneigung als Libelle, Kalibrierung aus der App |
Ein Victron SmartShunt/BMV wird ebenfalls unterstützt, falls später einer dazukommt.
Dazu gehört eine **Apple-Watch-App**: Übersicht, Nivellierung samt
Ausrichtungs-Assistent mit Vibration und die Steuerung der Kühlbox am
Handgelenk. Den Neigungsmesser funkt die Uhr selbst an, alles Übrige kommt
über das iPhone warum diese Aufteilung, steht unter
[Apple Watch](#apple-watch).
Die Firmware des Neigungsmessers liegt mit im Projekt, siehe
[firmware/vanalign](firmware/vanalign/README.md).
## Bauen und installieren
```bash
open /Users/fritob/GIT/Camper-Management/CamperMonitor.xcodeproj
```
Dann in Xcode:
1. Target `CamperMonitor`**Signing & Capabilities** → dein Apple-Team auswählen.
Die Bundle-ID `de.fritob.CamperMonitor` ggf. anpassen, falls sie schon vergeben ist.
Dasselbe beim Target `CamperMonitorWatch`; dessen Bundle-ID muss die des
iPhones mit angehängtem `.watchkitapp` bleiben.
2. iPhone per Kabel anschließen, oben als Ziel wählen, ⌘R.
Das Schema `CamperMonitor` baut die Watch-App mit und bettet sie ein. Dafür
muss die watchOS-Plattform in Xcode installiert sein sonst bricht schon das
Übersetzen des Symbolkatalogs ab:
```bash
xcodebuild -downloadPlatform watchOS
```
Auf die Uhr kommt die App danach von selbst: Sie steckt in der iPhone-App und
taucht in der Watch-App des iPhones unter *Verfügbare Apps* auf.
Wichtig: **Der Simulator hat kein Bluetooth.** Die App startet dort, findet aber
nie ein Gerät. Zum Testen muss sie auf ein echtes iPhone.
Mit einem kostenlosen Apple-Account läuft die App 7 Tage und muss dann neu
installiert werden; mit einem bezahlten Developer-Account ein Jahr.
## Einrichtung in der App
### Victron-Geräte
Victron-Geräte senden ihre Messwerte etwa im Sekundentakt verschlüsselt im
BLE-Advertisement. Es wird nichts verbunden und nichts gestört VictronConnect
kann parallel laufen. Dafür brauchst du pro Gerät einmalig den Schlüssel:
1. VictronConnect öffnen, Gerät anwählen
2. Zahnrad (Einstellungen) → ⋮ oben rechts → **Produkt-Info**
3. **Instant Readout** einschalten
4. **Verschlüsselungsdaten anzeigen** → der Schlüssel sind 32 Hex-Zeichen
In der App: **+** → Gerät aus der Liste wählen (Victron-Geräte werden erkannt
und die Art vorausgefüllt) → Schlüssel einfügen → Sichern.
Der Schlüssel liegt in der iOS-Keychain, nicht in den UserDefaults.
#### Wenn „Schlüssel passt nicht" erscheint
Victron sendet das erste Byte des Schlüssels unverschlüsselt mit, damit sich ein
falscher Schlüssel sofort erkennen lässt. Die Detailansicht des Geräts hat dafür
den Abschnitt **Diagnose**:
* *Gerät sendet als erstes Schlüsselbyte* was das Gerät erwartet
* *Eingetragener Schlüssel beginnt mit* was in der App steht
Stimmen die beiden nicht überein, gehört der Schlüssel zu einem anderen Gerät.
Bei mehreren Victron-Geräten ist das die mit Abstand häufigste Ursache: In
VictronConnect prüfen, dass wirklich dieses Gerät geöffnet war, als der
Schlüssel angezeigt wurde.
Die Diagnose zeigt außerdem Produkt-ID, Datensatztyp und die Rohdaten des
Advertisements letztere lassen sich durch langes Antippen kopieren.
### Batterie / BMS
Kein Schlüssel nötig. Auswählen, Art auf **Batterie / BMS** stellen, Sichern.
Bulltron-Akkus melden sich meist als `DL-…`, WattCycle je nach Charge unter
eigenem Namen findest du nichts, in der Geräteliste auf **Alle** umschalten.
Die App probiert drei Protokolle durch und übernimmt, was antwortet:
| Dialekt | Verbreitung |
|---|---|
| Daly klassisch (`A5`) | Bulltron und viele Daly-BMS |
| Daly Modbus (`D2`) | neuere Daly-Firmware |
| JBD / Xiaoxiang (`DD A5`) | viele LiFePO4-Akkus mit eigener App |
| WattCycle (`1E`/`7E`) | WattCycle-Bluetooth-Serie |
WattCycle-Akkus verlangen eine Besonderheit: vor der ersten Abfrage muss der
Text `HiLink` auf eine eigene Freischalt-Charakteristik (`FFFA`) geschrieben
werden, sonst bleiben sie auf jede Anfrage stumm. Die App macht das
automatisch, sobald ein Gerät diese Charakteristik anbietet. Modell,
Hersteller und Seriennummer liest sie einmalig mit aus und zeigt sie in der
Detailansicht unter *Gerät*.
Protokoll und Feldbelegung stammen aus
[frabnet/esphome-wattcycle-ble](https://github.com/frabnet/esphome-wattcycle-ble);
die Prüfsummen-Variante von dort ist gegen den klassischen Modbus-CRC
nachgerechnet, die Anfragerahmen sind byteweise in `run-tests.sh` abgesichert.
Auch die GATT-Charakteristiken werden gesucht statt vorausgesetzt, weil sich
die BLE-Module zwischen Herstellern und Chargen unterscheiden. Welches
Protokoll erkannt wurde, steht in der Detailansicht unter **Diagnose**
zusammen mit der letzten Rohantwort.
Nur **eine** App gleichzeitig kann mit dem BMS verbunden sein. Wenn die
Hersteller-App offen ist, bekommt VanControl Pro keine Verbindung.
### Kühlbox
Die IceCube-Boxen von Plug-in Festivals sind umgelabelte Alpicool-Boxen
erkennbar daran, dass der Hersteller die App „Alpicool T-Series“ nennt. Dasselbe
Protokoll sprechen auch BrassMonkey und Ocean Comfort.
Beim Einrichten Art auf **Kühlbox** stellen. Die App meldet sich beim Verbinden
selbst an; steht **APP** im Display der Box, verlangt sie dabei einen
Tastendruck am Gerät.
**Verbunden wird nur, während die Kühlbox geöffnet ist.** Jede Verbindung
meldet sich an ihrem Display an und stört, wer gerade davorsteht; und ihre Werte
ändern sich langsam. Auf der Übersicht steht deshalb nicht die gemessene
Innentemperatur, sondern der **zuletzt gestellte Stand** Sollwert, Ein/Aus,
Eco oder Max, dazu wann er gestellt wurde. Der bleibt richtig, auch wenn er von
gestern ist: Ein Sollwert ändert sich nur, wenn jemand ihn ändert. Eine
Innentemperatur von gestern sähe dagegen aus wie eine von jetzt.
Sobald du die Box öffnest, verbindet die App sich und zeigt alles live; beim
Verlassen der Ansicht trennt sie wieder. Dasselbe gilt für die Uhr: Auch von
dort wird die Verbindung nur angefordert, solange die Kühlbox-Ansicht offen ist.
Ein Stellbefehl geht ebenfalls immer durch ist die Box gerade nicht verbunden,
wird er gemerkt und geht raus, sobald sie antwortet.
BMS und Neigungsmesser bleiben dagegen dauerhaft verbunden. Sie stören dabei
nicht, und ihre Werte will man laufend sehen.
Neben den Messwerten gibt es hier als einzigem Gerät auch Bedienelemente:
Ein/Aus, Eco oder Max, Solltemperatur je Zone und die Bedienfeldsperre. Alle
Schalter zeigen den Stand, den die Box zurückmeldet nach jedem Stellbefehl
wird ihr Zustand neu abgefragt, statt die Eingabe anzunehmen. Das Ausschalten
fragt einmal nach, weil dabei die Kühlung stoppt.
Interessant für die Energieübersicht: Die Box misst die Bordspannung und meldet
sie mit, was einen Quervergleich zu Batterie und Solarregler erlaubt.
Protokoll und Feldbelegung stammen aus
[Gruni22/alpicool_ha_ble](https://github.com/Gruni22/alpicool_ha_ble).
### Nivellierung
Der Neigungsmesser [VanAlign Pro](https://github.com/) ist ein ESP32 mit
MPU6050, der Längs- und Querneigung über Bluetooth bereitstellt. Er bewirbt
seinen Dienst, wird beim Einrichten also sicher erkannt und die Art
vorbelegt.
Die Detailansicht bietet zwei Darstellungen, umschaltbar und über Starts
hinweg gemerkt:
* **Libelle** die Blase wandert dorthin, wo das Fahrzeug höher steht, wie bei
einer echten Wasserwaage. Ringe markieren Toleranz und zwei Grad.
* **Fahrzeug** Seitenansicht für längs, Heckansicht für quer, beide gekippt.
Die Heckansicht teilt die Blickrichtung des Fahrers, links im Bild ist also
links am Fahrzeug. Die Neigung ist dreifach überhöht dargestellt, sonst wäre
sie bei zwei Grad kaum zu erkennen; die angezeigten Gradzahlen sind echt.
In beiden Fällen: grün heißt eben (bis 0,5°), orange bis zwei Grad, darüber
rot. Dazu steht in Worten, welche Seite höher steht.
Die Fahrzeugzeichnungen stammen aus dem Ursprungsprojekt VanAlign Pro. Sie
liegen als Schablonen im Asset-Katalog und werden je nach Abweichung
eingefärbt; die Helligkeit des Originals wurde dafür in Deckkraft übersetzt,
damit Fenster und Konturen beim Einfärben erhalten bleiben.
**Vor der ersten Nutzung die Einbaulage bestimmen.** Sitzt der Sensor quer,
gedreht oder kopfüber, meldet er längs und quer vertauscht oder mit falschem
Vorzeichen. Der Assistent unter *Sensor → Einbaulage* klärt das durch zwei
Kippbewegungen: einmal die Front nach unten, einmal die linke Seite. Aus der
Reaktion ergibt sich die Zuordnung geraten wird nichts.
Dabei wird auch eine **Verdrehung um die Hochachse** mitgemessen, also der
Fall, dass der Sensor schräg statt längs im Fahrzeug klebt. Ohne diese
Korrektur verteilt sich eine reine Querneigung auf beide Achsen: Das Fahrzeug
kippt zur Seite, und die Längsanzeige kippt sichtbar mit bei 20° Verdrehung
mit gut einem Drittel des Werts. Der Winkel steht im Ergebnis des Assistenten
(„um 20° verdreht") und wird von da an herausgerechnet.
Beim **Kalibrieren** liesse sich das nicht ermitteln, und zwar grundsätzlich
nicht: Es misst eine einzige Lage und zieht sie als Nullpunkt ab. Eine Drehung
um die Hochachse steckt darin nicht eben sieht in jeder Verdrehung gleich
aus. Dafür braucht es zwei Kippbewegungen in bekannte Richtungen, und genau die
macht der Einbaulage-Assistent.
### Beides liegt im Sensor, nicht in der App
Sowohl die **Kalibrierung** als auch die **Einbaulage** speichert der ESP32
selbst und gibt sie an jeden aus, der fragt. Das ist der Punkt, sobald mehr als
ein Gerät im Spiel ist: iPhone, Apple Watch und Android-App zeigen dasselbe,
und bestimmt werden muss beides nur ein einziges Mal, von welchem Gerät aus
auch immer.
| | wo |
|---|---|
| Nullpunkt der Kalibrierung | im ESP (`pitch_offset`, `roll_offset`), wird dort auch schon abgezogen |
| Einbaulage samt Verdrehung | im ESP, Charakteristik `…3428`, lesbar und schreibbar |
| Spurweite und Radstand | in der jeweiligen App, im Fahrzeugprofil |
Beim Verbinden liest jede App die Einbaulage aus dem Gerät und übernimmt sie.
Wer sie neu bestimmt, schreibt sie hinauf. Steht dort noch nichts ältere
Firmware oder nie bestimmt , gilt weiter, was die App örtlich gespeichert hat;
kaputtgehen kann dabei nichts.
Angewandt wird sie trotzdem in den Apps und nicht im Sensor. Der Sensor
verwahrt sie nur: Würde er die Winkel schon umgerechnet melden, rechnete jede
ältere App die Korrektur ein zweites Mal ein.
Die acht Byte der Charakteristik sind in `VanAlignProtocol` beschrieben und in
`run-tests.sh` byteweise festgenagelt daran hängen drei Apps und die
Firmware.
**Danach kalibrieren:** Fahrzeug eben stellen, dann *Auf
aktuelle Lage kalibrieren*. Ohne das zeigt die Anzeige die Lage des Sensors,
nicht die des Fahrzeugs je nachdem, wie schief er eingebaut ist.
Die Werte werden zweimal je Sekunde abgefragt. Bietet ein Gerät `notify` an,
werden sie stattdessen abonniert die mitgelieferte Firmware tut das
allerdings nicht, siehe deren README.
Ob bereits kalibriert wurde, meldet nicht jede Firmware zurück. Fehlt die
Angabe, gilt sie als unbekannt und die App warnt nicht eine Warnung, die
sich nie abstellen lässt, wäre schlimmer als keine. Kalibrieren aus der App
braucht Firmware 1.0.2.
### Ausrichtungs-Assistent
Von der Nivellierungs-Ansicht aus erreichbar, gedacht fürs Rangieren. Er
verfolgt die Neigung über die Zeit und sagt, ob es gerade besser oder
schlechter wird und wo es am besten stand: *„Vor 4 Sekunden stand das
Fahrzeug 0,8° flacher."* Steht der Camper in der Toleranz, meldet das Gerät
sich mit einer Vibration; das Display bleibt solange wach.
Bewusst **ohne** Positionsbestimmung. Aus einem MEMS-Beschleunigungssensor
lässt sich keine brauchbare Strecke ableiten, weil der Fehler beim zweifachen
Integrieren quadratisch mit der Zeit wächst und die Beschleunigungen im
Schritttempo ohnehin im Rauschen untergehen. Gebraucht wird das auch nicht:
Beim Einparken lautet die Frage nie „wo stehe ich", sondern „wird es besser".
Das steckt vollständig im zeitlichen Verlauf der Neigung ohne jede Annahme
über das Gelände.
Sind beim Fahrzeug **Spurweite und Radstand** hinterlegt, rechnet der Assistent
zusätzlich die nötige Höhe der Auffahrkeile aus **je Rad**, als Draufsicht auf
das Fahrzeug. Getrennte Angaben für quer und längs wären irreführend: „rechts
8 cm" und „vorne 4 cm" beschreiben dasselbe Fahrzeug, und unter beiden liegt
teils dasselbe Rad. Es steht auf vier Punkten, also gehören vier Zahlen hin.
Das ist reine Geometrie und damit exakt: 2,0° Querneigung bei 2,00 m Spurweite
ergeben 7,0 cm unter beide Räder der tieferstehenden Seite; kommen 1,5°
Längsneigung bei 3,50 m Radstand dazu, braucht die tiefste Ecke 16,1 cm, ihre
Nachbarn 9,2 und 7,0 cm, und das höchststehende Rad bleibt liegen. Die Maße
stehen im Fahrzeugprofil, erreichbar über das ⓘ in der Fahrzeugliste.
## Apple Watch
Die Uhr zeigt dasselbe wie das Dashboard, nur auf das eingedampft, wofür man
den Arm hebt:
* **Übersicht** je Gerät der Hauptwert und ein Punkt für den Zustand der
Verbindung. Ganz unten steht, wie alt der Stand ist.
* **Nivellierung** drei Seiten zum Wischen, weil auf diesem Bildschirm ein
Wisch besser zu treffen ist als eine Scrollposition:
1. *Neigung* wahlweise als Fahrzeugansicht wie am iPhone (Seiten- und
Heckansicht, dreifach überhöht) oder als Libelle; umschaltbar und über
Starts hinweg gemerkt. Dazu, was zu tun ist, und woher die Werte kommen.
2. *Keile* die Höhe je Rad als Draufsicht. Fehlen Spurweite und Radstand im
Fahrzeugprofil, steht das dort statt einer leeren Seite.
3. *Ausrichten* der Assistent fürs Rangieren.
Kalibriert wird nur am iPhone: Das gehört einmalig auf ebenen Boden, und ein
Knopf dafür an der Uhr wäre vor allem eine Gelegenheit, die Nullage aus
Versehen zu verstellen.
* **Ausrichten** derselbe Assistent wie am iPhone: Tendenz, Rat und der
Hinweis auf den flachsten Punkt der letzten anderthalb Minuten. **Steht das
Fahrzeug in der Toleranz, vibriert die Uhr.** Das ist der eigentliche Gewinn
gegenüber dem iPhone beim Rangieren schaut niemand aufs Display, aber die
Vibration am Handgelenk kommt an.
* **Kühlbox** ein/aus, Eco oder Max und die Solltemperatur, über die Krone
gestellt. Verbunden wird die Box erst beim Öffnen dieser Ansicht, davor steht
dort der zuletzt gestellte Stand.
### Wer mit wem funkt
Die Aufteilung folgt dem, was jedes Gerät hergibt.
**Den Neigungsmesser funkt die Uhr selbst an.** Er bewirbt seinen Dienst, ist
also ohne jede Einrichtung auffindbar, und er ist unverschlüsselt es gibt
keinen Schlüssel, der auf der Uhr ein zweites Mal lagern müsste. Damit steht
die Nivellierung am Handgelenk **ohne iPhone**: kein geöffnetes Telefon, keine
Reichweite dorthin. Genau dafür hebt man beim Rangieren den Arm.
Die Einbaulage des Sensors reist einmal vom iPhone herüber und bleibt auf der
Uhr gespeichert. Ohne sie stünden längs und quer je nach Einbau vertauscht oder
mit falschem Vorzeichen eingestellt wird sie weiterhin nur am iPhone, im
Assistenten dort.
**Alles Übrige kommt über das iPhone.** Zwei Gründe, beide hart:
* BMS und Kühlbox lassen jeweils nur **eine** Verbindung zu. Eine mitlesende
Uhr nähme dem iPhone die Verbindung weg, statt sie zu ergänzen.
* Die Victron-Schlüssel liegen in der Keychain des iPhones. Sie auf die Uhr zu
kopieren hiesse, sie ein zweites Mal aufzubewahren, ohne dass der zweite Ort
irgendetwas brächte.
Was die Uhr stellt, stellt also in Wahrheit das iPhone und angezeigt wird
auch dort nur, was das Gerät zurückmeldet, nicht der Tastendruck.
### Was das für den Betrieb heisst
Für Batterie, Solar und Kühlbox muss VanControl Pro auf dem iPhone laufen.
Solange die Uhr meldet, dass jemand hinschaut, hält die App das Funkgerät auch
im Hintergrund am Leben; die Victron-Werbedaten stehen dabei still, weil iOS im
Hintergrund kein ungefiltertes Suchen erlaubt.
Für die Nivellierung gilt das alles nicht die läuft an der Uhr allein.
Gefunkt wird dort nur im Vordergrund: watchOS lässt eine App im Hintergrund
ohnehin kaum scannen, und beim Ausrichten schaut man auf die Uhr.
Gesendet wird in zwei Takten: ein halber Sekundentakt, solange die Watch-App im
Vordergrund ist, sonst alle zwei Sekunden und nur bei Änderungen. Der schnelle
Takt läuft über eine Frist, die die Uhr regelmässig erneuert schläft sie ein,
hört das iPhone von selbst wieder auf.
Was die Uhr zeigt, ist immer Weitergereichtes. Deshalb steht auf jedem
Bildschirm das Alter des Standes: Eine abgerissene Strecke zum iPhone sähe sonst
genauso aus wie ein Fahrzeug, an dem sich nichts tut.
## Diagnose
Im Alltag zeigt die App nur Messwerte und Bedienelemente. Die technischen
Angaben erkanntes Protokoll, Bluetooth-Merkmale, gesendete Befehle, Rohdaten
der letzten Antwort sind ausgeblendet und lassen sich unter *Einstellungen →
Diagnose anzeigen* einschalten. Die Einstellungen sitzen im Fahrzeugmenü oben
links im Dashboard.
Meldet ein Gerät einen Fehler oder fehlt ein Victron-Schlüssel, werden die
Angaben unabhängig davon eingeblendet dann sind sie genau das, was
weiterhilft.
## Mehrere Fahrzeuge
Oben links im Dashboard sitzt der Fahrzeugwechsel. Jedes Profil hat seinen
eigenen Gerätesatz; die App scannt und verbindet immer nur für das gewählte
Fahrzeug. Über *Fahrzeuge verwalten…* lassen sich Profile anlegen, umbenennen,
mit einem Symbol versehen und löschen. Geräte, die vor der Profilverwaltung
eingerichtet wurden, wandern beim Update automatisch ins erste Profil.
## Ohne Fahrzeug ansehen
Ein Demo-Modus füllt die App mit erfundenen Werten, damit sich die Ansichten
ohne Bluetooth prüfen lassen. In Xcode unter *Product → Scheme → Edit Scheme →
Run → Arguments* die Umgebungsvariable `CAMPER_DEMO` auf `1` setzen. Er greift
nur in Debug-Builds.
Die Watch-App kennt denselben Schalter und braucht dann kein iPhone: Im Schema
`CamperMonitorWatch` dieselbe Variable setzen. Die Neigung wandert dort
langsam hin und her, sonst hätte der Ausrichtungs-Assistent nichts zu zeigen.
## Protokolle prüfen
```bash
./run-tests.sh
```
Prüft die Entschlüsselung und die Rahmenverarbeitung ohne Hardware und ohne
Simulator unter anderem AES-CTR gegen den Referenzvektor aus NIST SP 800-38A
und die Prüfsummen beider Daly-Dialekte.
## Aufbau
```
firmware/vanalign/ Firmware des Neigungsmessers (ESPHome)
├── esp32_ble.yaml Neigungsmessung und Bluetooth-Schnittstelle
└── experimente/ Nicht für den Betrieb nötig
Shared/ In iPhone- und Watch-App übersetzt
├── Models/
│ ├── Profile.swift Fahrzeug samt Maßen
│ ├── AlignmentAssistant.swift Verlauf, Tendenz und Keilhöhe je Rad
│ ├── SensorOrientation.swift Einbaulage und ihre Erkennung
│ ├── ConfiguredDevice.swift Eingerichtetes Gerät, Rolle, Transportart
│ ├── DeviceSnapshot.swift Messwerte in Anzeigeform
│ ├── LevelState.swift Neigung, Toleranz und Klartext dazu
│ └── VictronCodes.swift Klartexte für Zustands-/Fehlercodes
├── Bluetooth/
│ ├── VanAlignProtocol.swift Neigungsmesser: Winkel und Kalibrierung
│ └── LevelSession.swift Verbindung zum Neigungsmesser (iPhone und Uhr)
├── VehicleTilt.swift Überhöhung und Farben der Fahrzeugansicht
├── WheelLiftPlan.swift Keilhöhen als Draufsicht auf die vier Räder
└── WatchLink/
└── WatchLink.swift Datensatz und Befehle zwischen iPhone und Uhr
CamperMonitor/
├── Bluetooth/
│ ├── BluetoothManager.swift Zentraler Scan, Verbindungen, Verlauf
│ ├── VictronAdvertisement.swift Advertisement entschlüsseln und auswerten
│ ├── AESCounterMode.swift AES-128-CTR (CommonCrypto)
│ ├── BitReader.swift Bitweises Lesen der gepackten Felder
│ ├── DalyProtocol.swift Daly-Rahmen und Prüfsummen
│ ├── DalyState.swift Sammelt Daly-Antworten zu einem Gesamtbild
│ ├── JBDProtocol.swift JBD/Xiaoxiang, Rahmen und Auswertung
│ ├── WattCycleProtocol.swift WattCycle, Freischaltung und Auswertung
│ ├── AlpicoolProtocol.swift Kühlboxen: Auswertung und Stellbefehle
│ └── BMSSession.swift GATT-Verbindung, Protokollerkennung, Abfrage
├── Store/
│ ├── DeviceStore.swift Geräteliste, Persistenz
│ └── KeychainStore.swift Victron-Schlüssel
├── Watch/
│ └── PhoneWatchLink.swift Sendet den Stand, nimmt Befehle der Uhr an
└── Views/
├── DashboardView.swift Kachelübersicht
├── DeviceCard.swift Eine Kachel
├── DeviceDetailView.swift Alle Werte, Verlauf, Zellspannungen, Diagnose
├── ProfilesView.swift Fahrzeuge anlegen und verwalten
├── FridgeControls.swift Bedienelemente der Kühlbox
├── LevelView.swift Libelle und Kalibrierung
├── AlignmentAssistantView.swift Ausrichtungs-Assistent fürs Rangieren
├── VehicleTiltView.swift Neigung am Fahrzeug dargestellt
├── SettingsView.swift App-Einstellungen
├── SensorSetupView.swift Assistent für die Einbaulage
└── AddDeviceView.swift Scannen und Einrichten
CamperMonitorWatch/ watchOS-App
├── CamperWatchApp.swift Einstieg, meldet dem iPhone das Hinschauen
├── PhoneLink.swift Gegenstelle zum iPhone
├── WatchLevelRadio.swift Eigene Bluetooth-Verbindung zum Neigungsmesser
├── WatchDemo.swift Erfundene Werte für den Simulator
└── Views/
├── WatchRootView.swift Übersicht und Altersangabe
├── WatchBubble.swift Libelle für den kleinen Bildschirm
├── WatchVehicleView.swift Fahrzeugansicht auf Uhrgrösse
├── WatchLevelView.swift Die drei Seiten: Neigung, Keile, Ausrichten
├── WatchAlignView.swift Ausrichten mit Vibration
├── WatchDeviceDetailView.swift Alle Werte eines Geräts
└── WatchFridgeControls.swift Kühlbox stellen
Config/
└── CamperMonitor-Info.plist Nur der Hintergrundbetrieb für die Uhr
```
## Bekannte Grenzen
* **Im Hintergrund nur die verbundenen Geräte.** iOS erlaubt das ungefilterte
Scannen nach Advertisements nur im Vordergrund; die Victron-Werte stehen im
Hintergrund also still. Verbundene Geräte Neigungsmesser, BMS, Kühlbox
laufen weiter, aber nur solange die Uhr meldet, dass jemand hinschaut. Ohne
Uhr pausiert die App im Hintergrund vollständig und nimmt beim Zurückkommen
wieder auf.
* **Die Uhr braucht das iPhone ausser für die Nivellierung.** Batterie, Solar
und Kühlbox zeigt sie nur, was von dort kommt; ist das iPhone ausser
Reichweite, steht dort, wie alt der letzte Stand ist. Den Neigungsmesser
erreicht sie selbst.
* **Neigungsmesser und Uhr:** Der ESP32 nimmt mehrere Verbindungen an, iPhone
und Uhr können also gleichzeitig mitlesen. Weist er die zweite ab, hilft es,
die iPhone-App zu schliessen dann gehört der Sensor der Uhr.
* **Auf der Uhr muss beim ersten Start Bluetooth erlaubt werden**, sonst bleibt
die Nivellierung dort leer.
* **Das Modbus-Registerlayout des neuen Daly-Protokolls variiert zwischen
Firmwareständen.** Das klassische `A5`-Protokoll und das JBD-Protokoll sind
gut dokumentiert; falls dein BMS Modbus spricht und Werte unplausibel
aussehen, muss das Mapping in `DalyState.apply(registers:)` am realen Gerät
nachgezogen werden.
* **Die Feldbelegung der BMS-Datensätze ist nicht an jedem Modell geprüft.**
Meldet die Diagnose dauerhaft „wird ermittelt“, spricht der Akku ein
Protokoll, das die App nicht kennt die dort angezeigte Rohantwort ist dann
der Ansatzpunkt.
* Die Feldbelegungen der Victron-Datensätze stammen aus Victrons
„Extra Manufacturer Data“-Beschreibung. Solarladeregler und DC/DC-Wandler
sind die am besten belegten Typen.
* Die Bluetooth-Kennung eines Geräts ist pro iPhone eindeutig. Auf einem
zweiten Gerät müssen die Geräte neu eingerichtet werden.